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Ausschreibung zur 5. Internationalen n-ost Medienkonferenz in Rostow am Don Print

                                                                заявка по-русски

Russland 3.0          
Von Blogokratie zu Demokratie?

7. bis 11. Oktober 2009
Bewerbungsschluss: 7. September 2009

Mehr als eine Million Blogs umfasst die russischsprachige Blogosphäre, ihre Autoren sind dreimal so aktiv wie die Kollegen im Westen. Fast jeder namhafte Journalist oder Künstler betreibt seinen eigenen Blog, in dem er gesellschaftliche und politische Ereignisse kommentiert. Doch viele von denen, die im Netz ungefiltert Stellung nehmen, halten sich im realen Leben mit Kritik zurück. Löst hier eine immer umfassendere Blogosphäre ein, was eigentlich Anspruch der klassischen Medien sein müsste? Oder ist die Trennung zwischen „klassischen“ und „neuen“ Medien längst nicht mehr zeitgemäß? Darüber diskutieren Blogger, Wissenschaftler und Verleger auf der 5. Internationalen n-ost Medienkonferenz in Rostow.

Vom 7. bis 11. Oktober lädt das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost 80 Journalisten aus West und Ost ins südrussische Rostow am Don ein. Denn gerade abseits des eingespielten Betriebs der russischen Hauptstadt finden sich jene ungewöhnlichen Geschichten und neuen Perspektiven, nach denen n-ost Korrespondenten suchen. Ihr lebendiges, multikulturelles Flair macht die Stadt zum idealen Ort für eine Konferenz, die verbindet: Medienmacher aus West- und aus Osteuropa, Blogger und Journalisten, lokale Reporter und ausländische Korrespondenten.

Die Teilnehmer der n-ost Medienkonferenz recherchieren in Rostow eigene Geschichten und reflektieren in Workshops ihre Arbeit. Die Themen verbinden die unterschiedlichsten Ressorts: Recherche-Exkursionen führen zu ausländischen Unternehmern und zu lokalen Medienmachern. Sie nehmen die Urenkel der Donkosaken in den Blick und die Entwicklung alternativer Energiequellen in Südrussland. Journalistische Workshops beschäftigen sich mit Crossmedia, Twitter und Videojournalismus ebenso wie mit der klassischen Printreportage, mit Pressefotografie und den ethischen Grundlagen investigativer Recherche.

Drei hochkarätig besetzte Podiumsdiskussionen rahmen das Konferenzprogramm ein. Neben der russischen Blogosphäre geht es um Energiepolitik und Erinnerungskultur – zwei Themen, die die russisch-deutsche (Medien-)Debatte prägen. Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine ist seit 2005 ein wiederkehrendes Phänomen, auf das Europa eine angemessene Antwort sucht. Neu hingegen war im Mai 2009 die Nachricht, dass in Moskau künftig eine offizielle Kommission gegen Geschichtsfälschung vorgehen soll. n-ost fragt: Welche Mythen und Ideen dominieren die vielstimmige Erinnerungslandschaft Russlands? Wie werden diese Ideen über die Medien in Umlauf gebracht und welchen Anteil haben Journalisten an der Bildung nationaler Identitäten?

Am 10. Oktober wird auf der Konferenz der n-ost Reportagepreis verliehen, mit dem n-ost seit 2007 herausragende Reportagen aus und über Ost- und Mitteleuropa in der deutschsprachigen Presse auszeichnet. Am letzten Tag der Konferenz hält der Verein n-ost seine Mitgliederversammlung ab.

Die Teilnahmegebühr für die n-ost Medienkonferenz beträgt 250 Euro für West- und 150 Euro für Osteuropäer. n-ost-Mitglieder zahlen geringere Beiträge von jeweils 150 Euro (West) und 80 Euro (Ost). Kollegen aus Osteuropa, die keine Vereinsmitglieder sind, können im n-ost-Büro einen reduzierten Beitrag beantragen. In der Gebühr enthalten sind die Teilnahme am Konferenzprogramm, Verpflegung und vier Übernachtungen. Die Kosten für Visum und Anreise tragen die Teilnehmer selbst.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 7. September 2009. Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen finden Sie unten. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt nach Eingangsdatum der Anmeldung und der Qualität eines kurzen Motivationsschreibens (siehe Bewerbungsunterlagen).


oder



Weitere Informationen:
n-ost Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung
Neuenburger Straße 17
10969 Berlin
Tel.  03...
E-Mail:
www.n-ost.de


Für die Unterstützung der Konferenz bedankt sich n-ost bei folgenden Partnern: