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Eine Artikelreihe in Kooperation mit Renovabis
20 Jahre politische Wende in Mittel- und Osteuropa – wie hat sich der Kontinent durch den Fall des Eisernen Vorhangs seit 1989 verändert? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Artikelreihe, die das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost und das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis im Jahr 2009 veröffentlichen.
Wenn Sie an einem der Beiträge interessiert sind, reicht ein kurzer Anruf im n-ost-Büro oder eine E-Mail. Informationen über die Kooperation von n-ost und Renovabis finden Sie hier. ---------
PORTRÄTREIHE: Zwei Generationen Twens Zwei Jahrzehnte nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist in Osteuropa eine junge Generation von Menschen herangewachsen, die den Kommunismus nicht mehr erlebt hat. Die Freiheiten, die die heutigen Twens genießen, erwuchsen aus dem epochalen Systemwechsel von 1989. Damals waren ihre Eltern um die 20 und begannen, Neuland zu entdecken. Was verbindet diese beiden Generationen, was trennt sie?
Was bleibt, ist Traurigkeit
Von Simone Böcker, Sofia
Mächtig und strahlend sollte es sein. Heute bröckeln die Platten vom Denkmal auf dem Platz vor dem Nationalen Kulturpalast in Sofia. Für den 23-jährigen Peter Dobrev ist es ein Symbol für den untergegangenen Kommunismus. Er würde das Denkmal lieber heute als morgen entfernen. Das Denkmal ist ein Dialog mit der Geschichte, erwidert die 40-jährige Diana Ivanova. mehr...
Ähnlich ist nur das Äußere Von Agnieszka Hreczuk, Warschau Auf den Kinderfotos sehen sie sich verblüffend ähnlich: helle Augen, dunkle Haare und Grübchen beim Lächeln. „Von Mama geerbt“, sagen sie einstimmig. Gemeinsame Eltern, dasselbe Zimmer sogar. Doch dann ist Schluss mit Ähnlichkeiten. Denn die zwei Schwestern Banak aus Warschau trennen fast 20 Jahre: Beata ist Jahrgang 1970, Monika dagegen Jahrgang 1988. mehr...
Zwei Welten, ein Traum Von Laura Capatana Juller, Bukarest
Neben der Film- und Theaterakademie in Bukarest treffen sich Gabriel Spahiu (40) und Laura Ilie (21). Sie unterhalten sich über die Dreharbeiten, bei denen sie in Italien zusammengearbeitet haben. Für Laura war es der erste richtige Job.Für Lauras Kollegen Gabriel war es der erste Dreh im Ausland. Früher hätte er nicht davon zu träumen gewagt. mehr...
Seelenfrieden statt Geldverdienen Von Christine Karmann, Odessa
Der Geschäftsmann Kolja (47) aus Odessa sagt, dass es seiner Generation nur ums Geldmachen geht. Für seinen Sohn Wladimir (22) dagegen spielt Geld keine Rolle. Er möchte Priester werden und sein Glück dort suchen, „wo die Menschen zu ihrer Seele finden“. Dennoch hilft der Vater dem Sohn - und will dessen Hausmeister werden, wenn Wladimir eine eigene Gemeinde findet. mehr...
Keine Spur von Ostalgie Von Barbara Breuer, Zlaté Hory
Dass Petr Hefka (41) eines nicht allzu fernen Tages zum Tauchen auf die Malediven fliegt, hätte er vor 20 Jahren nicht zu träumen gewagt. Die Nachrichten von den Unruhen im November 1989 erreichen ihn damals unvermittelt. Petr Hefkas Tochter Veronika (20) war zur Wendezeit gerade ein Jahr alt. Sie kennt die Ereignisse von 1989 nahezu ausschließlich aus den Erzählungen ihrer Eltern. mehr...
„Als gäbe es kein Morgen“ Von Veronika Wengert, Zagreb
Die erfolgreiche Anwältin Blaženka Musulin ist 42, ihr Sohn Dominik ist 21 und will später einmal in ihre Fußstapfen treten. Als er geboren wurde, hieß die Amtssprache in Jugoslawien noch Serbokroatisch, doch die Völker-freundschaft zwischen den Teilrepubliken hatte bereits tiefe Risse. Als Jugoslawien blutig zerbrach, machte Dominik seine gerade ersten Schritte, seine Mutter gerade ihr Staatsexamen. mehr...
Das Gefühl, etwas zu bewirken Von Oksana Kurylas, Lwiw
Wolodymyr Kamianets (42), Dozent an der Universität Lwiw, spricht gerne über sich und die Zeit vor 20 Jahren, über „internationale Freundschaft“ und den Versuch der des Geheimdienses ihn zu rekrutieren. Uljana Wynjartschuk (24), Beamtin im Stadtrat, hat den Totalitarismus nicht mehr selbst erlebt und will zu einer demokratischen Entwicklung in ihrer Heimat beitragen. mehr...
Was sich geändert hat, ist die Fahrtrichtung Thorsten Chr. Pohlmann, Riga
„Früher fuhren wir ohne Visum in den Osten, heute in den Westen“, sagt der Biologe Artur Stalazs (34). Seine Bilanz über die vergangenen knapp 20 Jahre in seinem Land, das sich 1991 dem Diktatk Moskaus entzog, ist ernüchternd: „Was sich im wesentlichen geändert hat, ist die Fahrtrichtung.“
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