----------------------------------------------- n-ost-Wochenvorschau: 6. September - 12. September 2010 ----------------------------------------------- Unter
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----------------------------------------------- DIE THEMEN DIESER WOCHE: ----------------------------------------------- RUMÄNIEN / BULGARIEN / TSCHECHIEN: REAKTIONEN AUF FRANZÖSISCHEN EINWANDERUNGSGIPFEL / Bericht / 3.000 Zeichen Am Montag, dem 6. September lädt Präsident Sarkozy zu einem Einwanderungsgipfel nach Paris, zu dem u.a. auch der deutsche Innenminister reisen wird. Nicht eingeladen sind dagegen die Vertreter Bulgariens oder Rumäniens, wohin zur Zeit viele Roma abgeschoben werden. Die Regierungen der Länder fühlen sich bereits im Vorfeld provoziert. Reaktionen aus Bulgarien, Rumänien und Tschechien. (n-ost hat den Artikel am Sonntag, 5. September, versendet)
SERBIEN: GETEILTE STIMMUNG ZUR KOSOVO-FRAGE / Feature / 3.000 Zeichen Belgrad will in der UN-Vollversammlung am 9. September eine Resolution durchsetzen, mit der neue Gespräche über die staatsrechtliche Zukunft des Kosovo erzwungen werden sollen. Die USA und die große Mehrheit der EU, die diesen jüngsten Staat Europas anerkannt hatten, haben Serbien vor einer Konfrontation in dieser Frage gewarnt. Die Serben selbst sind gespalten: Einerseits sehen viele den Kosovo immer noch als Teil Serbiens. Auf der anderen Seite wollen die meisten Serbien so schnell wie möglich der Europäischen Union beitreten. Doch der Widerstand in der Kosovo-Frage erschwert die EU-Verhandlungen.
RUSSLAND: VERFÜHRUNGSSCHULE FÜR RUSSISCHE FRAUEN / Bericht / 4.000 Zeichen Einen reichen Mann zu finden ist in Russland Big Business. Der Wettbewerb ums männliche Geschlecht ist hart. In einer Verführungsschule lernen Frauen, wie sie Aufmerksamkeit, ein teures Geschenk oder sogar einen Heiratsantrag bekommen. Die Ansprüche sind hoch: Ein geeigneter Mann muss mindestens eine Yacht oder ein Privatflugzeug besitzen. Doch hinter diesen oberflächlich wirkenden Absichten verbirgt sich oft auch Vorsicht. So bekommen Frauen nach russischem Recht nach einer Scheidung kaum Unterhalt zugesprochen und stehen oft mittellos da. Feministinnen kritisieren die materialistische Einstellung vieler Frauen.
MAZEDONIEN: MIT WEIN UND TOURISMUS NACH EUROPA / Feature / 6.000 Zeichen Mazedonien will in die Europäische Union. Eine Annäherung erhofft sich der Staat mit Qualitätswein und Agrartourismus. In einem Dorf entsteht derzeit ein Weingebiet nach dem Vorbild von Napa Valley in Kalifornien. Der Wein wird bereits in mehrere EU-Länder exportiert, das Gut wird nach amerikanischem Vorbild sogar an der Börse gehandelt.
RUMÄNIEN: AUFSTAND DER FREIBERUFLER In Bukarest sind die Sozialkassen wegen der Wirtschaftskrise wieder leer. Nun hat die rumänische Regierung die Freiberufler zur Kasse gebeten: Schauspieler, Programmierer, Schriftsteller, Journalisten und andere Berufsgruppen, die bis jetzt kaum Sozialbeiträge zu leisten hatten, müssen ab sofort Kranken-, Renten- und Arbeitslosigkeitsversicherungen abschließen. Doch angesichts der überwältigenden Bürokratie und der chaotischen Übergangsphase machen sich jetzt Empörung und Widerstand breit. Berühmte Künstler und Autoren rufen sogar zum Steuerstreik auf.
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TSCHECHIEN: WIE SAG ICH'S MEINEM KINDE? Gemeinhin sind die Tschechen alles andere als prüde. Aber beim Thema Sexualkunde an den Schulen geht die Freizügigkeit einigen gegen den Strich. Nicht nur, dass es ihrer Meinung nach allein Aufgabe der Eltern sei, die Kinder aufzuklären. Der Unterricht verführe die jungen Leute zudem zu frühzeitigem Sex, kritisieren Tschechiens Konservative.
ESTLAND: ESTLANDS CANNES-BEITRAG BLEIBT VERBOTEN Ein Gericht in Tallinn hat das Verbot für den Spielfilm „Magnus“ der Regisseurin Kadri Kousaar bestätigt. Damit darf das Werk weder in Estland bis 2025 noch in anderen EU-Staaten oder anderswo gezeigt oder verbreitet werden, obwohl er bereits erfolgreich auf Festivals, u.a. 2007 in Cannes, lief. Der Fall sorgt in Estland seit Längerem für Debatten: Die Kläger sehen hinter der tragischen Geschichte um den Selbstmord eines Jungen ihre eigene Familiengeschichte in der Öffentlichkeit breitgetreten, die Gegner des Verbots sehen einen unzulässigen Eingriff in die künstlerische Freiheit. Und lässt sich in einem kleinen Land wie Estland dann überhaupt noch ein Film drehen, wenn immer jemand glaubt, sich darin wiederzuerkennen?
TSCHECHIEN: UNSEREN DEUTSCHEN Vergangenheit lässt sich nicht verschweigen. Sie kommt immer wieder ans Tageslicht. So wurden im tschechischen Dobronin kürzlich Leichen von Deutschen gefunden. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurden sie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Opfer eines schrecklichen Exzesses durch ihre tschechischen Nachbarn. Noch immer ist die Vertreibung der Deutschen und die damit verbundenen Verbrechen für viele im heutigen Tschechien ein großes Tabu. Doch das Land stellt sich seiner Vergangenheit und will 2011 ein Museum für seine vertriebenen Landsleute eröffnen. Das Konzept wurde nun vorgestellt.
POLEN: NEUES WELTKRIEGSMUSEUM IN DANZIG Die Weichen für das „Museum des Zweiten Weltkriegs“ in Danzig sind gestellt. Eine hochkarätig besetzte Jury hat sich für den Entwurf des Architektenbüros Kwadrat aus Gdynia entschieden. In der Begründung heißt es, Kwadrat habe ein „geniales Projekt“ entworfen, das eine „rationale Vision des Nutzens mit dem Geschichtsreichtum verbindet“. Das Museum soll anlässlich des 75. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkriegs im Jahr 2014 eröffnet werden.
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UKRAINE: DIE OLIGARCHEN SPIELEN MIT / Bericht / 3.000 Zeichen / EM-Themenpaket UEFA-Präsident Michel Platini hat den Stand der Vorbereitungen für die Fußball-Europameisterschaft 2012 in der Ukraine gelobt. „In den letzten fünf Monaten sind erhebliche Fortschritte gemacht worden“, sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in der vergangenen Woche in Monaco. Die Ukraine stand zuletzt wegen Verzögerungen in den geplanten Spielorten Kiew, Donezk, Lwiw (Lemberg) und Charkow in der Kritik. Vetternwirtschaft und Korruption behindern noch immer die Vorbereitungen. Zu den Verlierern gehört die Stadt Lemberg. Sie wird von einem Oligarchen erpresst.
POLEN: VERZÖGERUNGEN BEI VORBEREITUNGEN / Bericht / 3.000 Zeichen / EM-Themenpaket Knapp zwei Jahre vor der Fußball-EM 2012 ist das erste Stadion in Posen (Poznan) fertig. Die Regierung und die UEFA versichern, alle Bauarbeiten verliefen planmäßig. Doch aus der neusten Studie der Obersten Kontrollkammer (NIK) geht hervor, dass viele Investitionen verspätet sind und Polen es nicht schafft, alle Projekte rechtzeitig zu vollenden. Die Kontrolleure kritisieren vor allem Verzögerungen beim Bau der Autobahnen. Sie warnen Polen vor einer Blamage.
RUSSLAND: BILANZ DER WALDBRÄNDE / Feature / 3.000 Zeichen Die Russen können wieder durchatmen: Der Ausnahmezustand ist aufgehoben, die Waldbrände sind weitestgehend gelöscht. Auch in dem Dorf Burino 160 km östlich von Moskau ist wieder Normalität eingekehrt. Wochenlang zitterten hier die Menschen vor dem näher kommenden Feuer. Die Bilanz der Brände ist allerdings verheerend. Eine Fläche dreimal so groß wie das Saarland ist niedergebrannt, keiner glaubt der offiziellen Statistik, die nur 50 Todesopfer verzeichnet. Die Feuer haben die Menschen in dem bestätigt, was sie immer wussten: Wenn es hart auf hart kommt, hilft kein Präsident.
UNGARN: KULTURPOLITIK MIT NATIONALISTISCHEM VORZEICHEN / Bericht / 3.000 Zeichen Die nationalkonservative Regierung räumt auf: Leiter von Kulturstiftungen und Kulturinstituten im Ausland werden ausgetauscht. Die Entlassung des künstlerischen Leiters der Staatsoper Budapest sorgte schon Anfang Juli für Schlagzeilen. Zuvor hatte Balazs Kovalik viel Kritik aushalten müssen, weil er die Nationaloper „Bank Ban“ von einem Italiener inszenieren lassen wollte. Der nationalistische Kurs, den die Regierung mit dem Doppelpass für die etwa 2,5 Millionen Auslandsungarn eingeschlagen hat, soll nun in der Kulturpolitik fortgesetzt werden.
UKRAINE: OBEN OHNE GEGEN JANUKOWITSCH / Feature / 4.000 Zeichen Im Minirock und oben ohne macht eine Gruppe junger Frauen auf Missstände in der Ukraine aufmerksam. Knapp bekleidet demonstriert die Gruppe „Femen“ gegen die Unterdrückung der Presse und die pro-russische Politik der neuen Regierung. Teilweise barbusig stellen die Frauen die Regierung bloß – und bekommen in der politikverdrossenen Ukraine so viel Aufmerksamkeit wie keine andere Gruppierung. Auch der Geheimdienst fühlt sich provoziert.
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