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Presseinformation des Netzwerks für Osteuropa-Berichterstattung e.V. N-OST-RECHERCHESTIPENDIEN ZUM THEMA "RECHTSEXTREMISMUS UND ANTISEMITISMUS IN MITTEL-, OST- UND SÜDOSTEUROPA" VERGEBEN 13. Juli 2007 ------ 20 Journalistinnen und Journalisten recherchieren aktuelle Hintergründe und berichten über couragierte Gegeninitiativen ------ Nationalistische Ideologien haben sowohl in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion als auch in einigen neuen EU-Staaten Auftrieb erhalten. Einige Gruppen knüpfen direkt an die nationalsozialistische Ideologie an. In Deutschland ist das Wissen über Ursachen und Ausprägungen dieser besorgniserregenden Tendenzen gering. Das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost e.V. hat deshalb 20 Recherchestipendien für Journalistinnen und Journalisten vergeben, die sich mit dem Thema Rechtsextremismus und Antisemitismus in Mittel-, Ost- und Südosteuropa befassen. Zehn Fotojournalisten begleiten die Recherchen. Förderer der Recherchestipendien ist die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft". Der internationalen Jury zur Auswahl der Stipendiaten gehörten an: - Dr. Christian Böhme (Jüdische Allgemeine, Berlin), - Uwe Rada (taz, Berlin), - Stefanie Bolzen (Die WELT, Berlin), - Olja Melnik (Deutsche Welle, Bonn) und - Desislava Apostolova (Novinar, Sofia). Die Jury wählte die Stipendiaten aus fast 80 interessanten Bewerbungen von deutschen und osteuropäischen Journalistinnen und Journalisten aus. Mit Unterstützung der n-ost-Recherchestipendien setzen die 20 Journalistinnen und Journalisten bis Ende August ihre Recherchevorhaben um. Die Themen reichen von neonazistischen Tendenzen bei ukrainischen Fußballfans im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft 2012 über eine Untersuchung des nationalistischen Populismus der bulgarischen Partei Ataka bis hin zu einer Recherche über den kasachischen Nationenbildungsprozess, in dessen Folge es Versuche gibt, russische und deutsche Spuren auszulöschen. Einige Stipendiaten beleuchten jüdisches Leben im östlichen Europa vor dem Hintergrund eines wieder sichtbaren Antisemitismus. Andere behandeln die Diskriminierung von Flüchtlingen und Minderheiten an Europas Grenzen. Mehrere Recherchen nehmen zudem couragierte Gegeninitiativen gegen Rechtsradikalismus und Antisemitismus in den Blick. Die Arbeiten aller Stipendiaten werden in deutschsprachigen Medien veröffentlicht. Medienpartner des n-ost-Recherchestipendienprogramms sind die Jüdische Allgemeine und das europäische Nachrichtenmagazin cafebabel.com. Das Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung n-ost e. V. setzt sich für eine bessere Berichterstattung aus und über Südost-, Mittelost- und Osteuropa, für eine Stärkung der Medienfreiheit und gegen Begrenzungen und Einschränkungen der journalistischen Recherche ein. Im n-ost e.V. sind fast 180 Journalistinnen und Journalisten aus Deutschland und 20 osteuropäischen Ländern verbunden. Kontakt: n-ost e.V. Matthias Echterhagen Geschäftsführer Schillerstraße 57 10627 Berlin Telefon: 030-32788486 www.n-ost.de |



